„Abgrund ohnegleichen“ Vorwort und Einstieg

Abgrund ohnegleichen (San Francisco, 2291)

Vorwort

Willkommen im Ödland von Amerika, die Welt liegt in Trümmern und nur Wenige haben den nuklearen Winter überlebt, die letzten verbliebenen Überlebenden kämpfen in verbitterten Schlachten um die letzten Ressourcen und um das nackte Überleben.

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Das Ödland dieser einst so mächtigen Nation ist lebensfeindlich und trist, kaum eine Pflanze will so recht wachsen und auch die Tiere sind selten geworden, zudem sind sie von zahlreichen Mutationen betroffen, die sie teils zu abschreckenden und gefährlichen Wesen deformiert haben.

Wir befinden uns an der Westküste, in den Trümmern von San Francisco. Jeden Tag kommen mehr und mehr Ranger der RNK in die Stadt, um neue Männer für den Kampf gegen die Legion zu rekrutieren.

Außerdem durchstreifen gut bewaffnete Raiderbanden die alten Ruinen der Stadt, um sie nach brauchbaren Dingen zu durchsuchen.

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Die Legion hat den alten Staudamm nahe New Vegas nach einer blutigen Schlacht gesprengt und ist nun auf dem Vormarsch in Richtung Westen. Anscheinend sind sie fest dazu entschlossen die RNK bis auf den letzten Mann abzuschlachten und die übrigen Menschen der Stadt zu versklaven, immer wieder gelingt es kleineren Truppenverbänden in die Stadt einzudringen und wichtige Vorposten der Ranger zu zerstören.

Srapvalley

Scrapvalley liegt in sicherer Entfernung zur Stadt, knapp 50 Meilen vor San Francisco. Der ehemalige Verladebahnhof bietet ideale Voraussetzungen für ein Lager, unzählig viele Waggons stehen hier verteilt auf siebenundzwanzig Gleisen.

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Dieser riesige Schrottplatz beherbergt noch einiges an Technik, welche noch nicht ausgeschlachtet oder zerstört wurde.

Gut geschützt zwischen den Wracks, den Überresten der ehemals so imposanten Züge des NH&M Services und der Kräne, die einstmals von Prometeus Coal hier errichtet worden waren, durchstreift Logan die alten Wracks der Züge und die Ruinen der ehemaligen Werkshallen.

Er ist stehts auf der Suche nach brauchbaren Materialien für den Ausbau seines Waggons oder auf der Jagd nach ein paar Maulwurfsratten für eine ordentliche Mahlzeit am abendlichen Lagerfeuer. Nur äußerst selten, wenn er wirklich droht zu verhungern oder zu verdursten, verlässt er sein „Scrapvalley“, wie er es manchmal liebevoll nennt.

Logan

Er ist ein Einsiedler, er lebt zurückgezogen und versucht sein Dasein weitestgehend allein zu bewältigen, nur im Notfall sucht er die Stadt auf, das letzte mal um seine Radaway- und Wasserbestände nachzufüllen und etwas von seinem Schrott gegen ein paar Kronkorken einzutauschen. Wenn er ein wenig Zeit findet und ihm die Technik keinen Strich durch die Rechnung macht, versucht er seinen Pipboy, den er in einem Waggon von Vault-Tec gefunden hat in Gang zu bringen.

Die Vorkriegstechnik ist für ihn sehr wertvoll und vom größten Interesse, das war überhaupt der Grund warum er sich einst von Greenfield aus auf den gefährlichen Weg nach San Francisco gemacht hatte. Er träumte von einer blühenden Zukunft in der Stadt die ihn von klein auf schon anzog. Er hatte Postkarten von der riesigen Brücke gesehen die sich über die Bucht der Stadt erstreckte. Seine Eltern hatten ihm gesagt, dass dort die RNK dabei wäre ein altes Kernkraftwerk wieder ans Laufen zu bringen, um die ganze Region wieder mit Strom zu versorgen. In dieser Stadt wollte er im Dienst der Wissenschaft Großes leisten und sich den Wissenschaftlern der RNK anschließen. Doch nachdem er endlich die Stadt erreichte, musste er feststellen, dass die RNK seitdem der Kampf mit der Legion so schlecht verlief, nur noch Bedarf an Rekruten und Söldnern hatte, die Bemühungen das alte Kraftwerk wieder ans Netz zu bringen, waren auf Grund von mangelndem Personal und Ressourcen gescheitert.

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Seiner Heimat und seiner Familie hatte er den Rücken gekehrt, sie hatten ihm gesagt, dass er es nie schaffen würde und wie verrückt seine Idee gewesen sei. Begleiten wollten sie ihn auch nicht, „Selbstmord“ hatten sie es genannt.

So verschlug es ihn auf der Suche nach einem neuen Zuhause auf den alten Verladebahnhof. Seit ungefähr zwei Jahren lebt er nun schon dort, es ist zwar nicht komfortabel aber dafür einigermaßen sicher.

Die Nacht vor dem Erwachen

Es ist drei Uhr in der Nacht, draußen vor dem Fenster von Logans Waggon sind schemenhaft ein paar gebeugte Gestalten zu erkennen, langsam nähern sie sich der Tür vor seiner Behausung.

Behände schwingt sich eine der Gestalten auf den Waggon, ohne dabei auch nur das leiseste Geräusch zu verursachen, auch die andere Gestalt verschwindet kurz darauf geräuschlos auf dem Dach.

Ein ganz normaler Morgen

Als ich meine Augen öffne, kann ich wie immer als erstes das alte NukaCola Poster an der rostigen Blechwand, gegenüber von meinem Bett erkennen. Wie gewohnt greife ich nach meiner alten Wollmütze, die auf der alten Gepäckablage über mir liegt und streife sie mir über den Kopf. Letzte Nacht habe ich nicht gut geschlafen, mir war als würde mich jemand beobachten, immer wieder bin ich wach geworden und hab aus dem Fenster geblickt, es war nichts zu sehen.

Mein Frühstück hatte ich mir am Vortag zubereitet, hmm lecker, Rad-Kakerlake, schon wieder. Den letzten ordentlichen Bissen Mirelurk hatte ich in einer kleinen Kaschemme in San Francisco. Nachdem ich aus dem Fenster blicke und nichts erkennen konnte, gehe ich zu meinem Radio um nach den neuesten Nachrichten aus dem Ödland zu horchen, seitdem ich vor einem halben Jahr eine neue Antenne auf dem Dach meines Waggons installiert habe, empfange ich Galaxy News Radio, der Typ im Radio nennt seinen Sender auch „Die Stimme der Freiheit“, irgendwie gefällt mir das.

Seltsamer Weise bekomme ich beim Einschalten des Radios nur ein Rauschen rein, nachdem ich ein paar mal auf den alten Kasten geschlagen und alle Kabel geprüft habe, wende ich mich der Tür zu um einen Blick auf das Dach zu werfen, vielleicht hat ja die Antenne ein Problem.

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Als ich die Türklinke mit meiner rechten Hand umschließe, kommt es mir vor als würde ich versteinern, ein Schmerz umfängt schlagartig meinen ganzen Körper und hat ihn fest in seiner Gewalt, mir ist als würde man von allen Seiten auf mich eindrücken. „Strom“ geht es mir durch den Kopf, während ich krampfhaft versuche die Türklinke los zulassen. Mein Herzschlag steigt und steigt und setzt dann schließlich aus, Dunkelheit umfängt mich.

 


 

Wie es weiter geht werdet ihr bei nächsten mal erfahren, ich hoffe es hat euch bis hier her gefallen und ich freue mich wie immer über euer Feedback, gerne könnt ihr mir dafür einen Kommentar hinterlassen.

(Quelle Spielerlebnis: Fallout P&P)

„Hier ist Galaxy News Radio, wir sagen euch die Wahrheit, auch wenn sie wehtut.“

 

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